Der GEZ-Jungbrunnen

Die GEZ-Sender haben zum 01. Oktober ein neues „Angebot“, ein neuer Kanal richtet sich an 14- bis 29-Jährige. Zur Finanzierung wurde ein Kultursender abgeschaltet – sehr sinnig.

Zum Verständnis, es handelt sich hier nicht um einen klassischen Fernsehsender, sondern um „Online-Formate“ in sozialen Medien; die Schnabeltassenfraktion der GEZ-Anstalten versucht also wieder einmal, ihr in die Jahre gekommenes „Geschäftsmodell“ hin zu den „hippen“ Internetmedien zu retten.

Schaut man sich die Webseite an wird klar, was die arme Jugend zu erwarten hat: Konsumschaf-Themen wie „Gaming“ und „Shopping“, US-Verblödungsserien, auf Wunsch gleich direkt in Englisch. Als Höhepunkt berichten junge Reporter zukünftig über skandalöse Themen wie »Diskriminierte Rikscha-Fahrerininnen in Pakistan«.

Bitte warm anziehen

Alle Menschen mit alternativen, nicht systemkonformen und nicht erwünschten Meinungen, so mein Eindruck, können sich passend zum Herbst schon einmal warm anziehen. Sie erwartet ein (zusätzliches) Dauerbombardement von GEZ-finanzierten Schmähungen ihrer unerwünschten Ansichten – na dankeschön.

Das neue Angebot der Anstalten soll insgesamt wohl sicherstellen, dass die Jugend nach der Gehirnwäsche durch Schule und Studium weiter „auf Linie“ und so links als irgend möglich bleibt.

Programm-Vorschläge

Ich hätte noch ein paar Ideen für weitere Formate, man könnte vielleicht per Skype zum Ruhesitz von Guido K. schalten und ihn zu seiner Arbeit am neuen Buch „Die Schuld der Deutschen am Untergang von Atlantis“ interviewen.

Auch die systemkonforme Literatur darf keinesfalls zu kurz kommen, beispielsweise in Form von öffentliche Lesungen aus „Worte des Vorsitzenden Mao Tsetung“, live via Youtube übertragen.

Und wie wäre es vielleicht mit nützlichen Alltagstipps für das Leben und Überleben in der Gaga-Republik:

■ Sneakers oder Stahlkappe – das richtige Schuhwerk für den Bank-Run
■ Frisch aus dem VEB-Kombinat: schicke Caps und Accessoires zum Mao-Anzug
■ Finanzcrash, das Geld ist weg – wie sage ich es meiner Freundin?
■ Deutschlandhass für Anfänger – Richtlinien zur ökologischen Flaggenverbrennung

Ein Angebot, das Sie nicht ablehnen können

Gottlob gehöre ich schon länger nicht mehr zur „Zielgruppe“ dieses sogenannten Angebotes und bin heilfroh, ohne eine solche Gehirnwäsche aufgewachsen zu sein. Wenn das tatsächlich die Zukunft Deutschlands ist, dann werde ich kein Teil dieser Zukunft sein.

Bleibt zu hoffen, dass sich wenigsten einige jungen Menschen dem Blendwerk entziehen können. Möglicherweise wird das „Angebot“ auch bald wieder eingestellt – spätestens aber dann, wenn sich die GEZ-Greise bei ihrem Bad im Jungbrunnen wieder einmal völlig blamiert haben und eine Menge Zwangsgebührenkohle sinnlos verballert wurde.

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