Der Märchenbrunnen in Friedrichshain – ein Spiegel der Zeit

Bei Recherchen zum Artikel „Bundesrepublik Dornröschenland“ stieß ich zufällig auf den Märchenbrunnen im Volkspark Berlin-Friedrichshain und las dessen Geschichte bei Wikipedia nach. Mir war sofort klar, welch‘ passendes Bild das Schicksal des Brunnens für Deutschland und die jeweilige Einstellung der Deutschen ist.

Das Kaiserreich, währenddessen der Märchenbrunnen erdacht und erbaut wurde, wird von der heute vorherrschenden linksgrünen Ideologie auf Unterdrückung der Sozialdemokratie, Elend der Unterschicht und eine angebliche Kriegslüsternheit reduziert. Dieses auch mir jahrzehntelang vermittelt Negativbild habe ich schon lange abgelegt.

Dem Wahren, Schönen, Guten

Ich sehe heute in dieser Zeit trotz aller Probleme ein Deutschland, indem aufgebaut statt zerstört wurde. Eine Zeit des Aufbruchs, der Erfindungen und neuen Möglichkeiten und der Schöngeistigkeit.

Nicht auszudenken, wie es heute um uns stehen würde, hätte es den unsäglichen Ersten Weltkrieg nie gegeben. Eine Angela und ihre desaströse Politik wäre im Kaiserreich wohl bis ins kleinste Detail völlig undenkbar gewesen.

Undenkbar heute auch, dass die Deutschen damals danach strebten, ihr Land zu verschönern und es lebenswerter zu machen. Damals gab es sogenannte „Verschönerungsvereine“ – eine positive Einstellung zu sich und seinem Land, ein Sinn für Schönheit, Kunst und Kultur in breiten Bevölkerungsschichten. Und es gab Sinn und Platz für Romantik, wofür der Märchenbrunnen steht.

Nach solchen Idealen muss man heute lange suchen, entsprechend sieht es hierzulande auch aus: seelenlose potthässliche Bauwerke, verdreckte Straßen, besudelte Wände, Verblödungs-TV und zombiehafte Menschen, die apathisch auf ihr Smartphone starren.

Erste Zerstörung

Leider währte der schöpferische Geist des Kaiserreiches nicht lange, nach dem Ersten Weltkrieg steuerte der verrückte österreichische Postkartenmaler und seine nationalen Sozialisten unser Land in den Zweiten Weltkrieg, der in seiner Folge zur ersten Zerstörung des Märchenbrunnens führt.

Nach dem Krieg hatte man zuerst andere Sorgen, das Überleben stand im Vordergrund, Kunstsinn und Romantik konnten sich die wenigsten leisten. Zudem waren die Skulpturen des Parks in den Wirren der Nachkriegszeit von Unbekannten abtransportiert worden.

Wiederaufbau

In den 50er bis 80er Jahren versuchte man mühsam das, was von Deutschland übrig war, wieder „zusammenzusetzen“, so auch den Märchenbrunnen. In mehreren Schritten wurde der ursprüngliche Zustand bestmöglich wiederhergestellt, sogar die verschollenen Original-Skulpturen konnten aufgefunden und an ihren ursprünglichen Standort zurückgebracht werden.

Die Zeit schritt voran, ab den 80er Jahren veränderte sich die Gesellschaft und die Menschen jedoch immer mehr, leider nicht zum Besten. Aus dem einst stolzen, dann geteilten und jetzt wieder vereinte Berlin wurde Schritt für Schritt das, was Systemkritiker verächtlich als „Bundeshauptslum“ bezeichnen.

Zweite Zerstörung

Die Zeit nach der Vereinigung von BRD und DDR und der neue Zeitgeist machten Vandalismus zum Dauerproblem. Kulturlose Barbaren, die nichts aufbauen können und für die Kunstsinn und Romantik Fremdwörter sind, beschmierten die Anlage und zerstörten die Skulpturen.

Ich wette, für viele dieser „Aktivisten“ war und ist der Brunnen nicht ein Werk der Romantik, sondern sie sehen darin eine „Deutschtümellei“ und den von ihnen verhassten deutschen Gartenzwerg-Geist. Von Einheitsmedien, Politik und Ideologie verblendet meinen sie tatsächlich, mit der Auslöschung der Vergangenheit eine ihnen eingeredete Schuld abtragen zu können.

Ein Zaun und eine nächtliche Zugangssperre sind folglich heute notwendig, um das Werk vor der vollständigen Zerstörung durch die Brut des herrschenden Zeitgeistes zu bewahren.

Immerhin kratzten die Verantwortlichen trotz des durch das Schuldgeldsystem immer rasanter wachsenden Sparzwanges Geld für eine Renovierung und Wiederherstellung zusammen, sodass der Brunnen zur Zeit wieder besichtigt werden kann.

Die Zukunft des Brunnens

Leider sehe ich nicht nur für die Zukunft Deutschlands insgesamt, sondern auch für die Zukunft des Werkes ziemlich schwarz – man braucht sich ja nur das sogenannte „Fernsehprogramm“ heute anzuschauen, dann wird überdeutlich, dass Menschen, die sich sowas „reinziehen“, keinerlei Sinn und Verständnis für Werke wie den Märchenbrunnen aufbringen. Der heutige Konsumklave zahlt nicht Mitgliedsgebühren für einen Verschönerungsverein, sondern Beiträge für sein Pay-TV.

In den Verwerfungen, die der Zusammenbruch des Schuldgeldsystems, des Euros etc. etc. etc. mit größter Wahrscheinlichkeit bringen werden, wird man wie nach dem Zweiten Weltkrieg andere Probleme als den Erhalt von Kunstwerken haben. Bestenfalls droht dem Brunnen die Verwahrlosung und Verwilderung, möglicherweise aber auch eine dritte Zerstörung.

Ich, der in Angelas neuem Deutschland leben und tagtäglich seinen Wahnsinn und Verfall mitansehen muss, sehe in dem Brunnen einen stummen Zeugen dafür, dass es auch einmal anders war. Er und die wenigen erhaltenen Bauwerke aus der Zeit vor 1918 erinnern mich daran, dass es einmal ein Deutschland gab, indem nicht Hoffnungslosigkeit, sondern Zuversicht vorherrschender Gefühlszustand der Deutschen war.

Vielleicht wird beim späteren Wiederaufbau des Brunnens, Deutschlands und Europas – wie das Dornröschen im Märchen – etwas von dem damaligen Zeitgeist wiedererweckt werden können. Das können wir nur hoffen.

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