„Kapitalismus überwinden“

Betrachtet man den Nachwuchs der deutschen Parteienlandschaft, kann einem das Gruseln kommen. So stieß ich kürzlich über einen Artikel zum Juso-Kongress in Bremen.

Die aufgrund des Titelbildes auf mich etwas ungepflegt wirkende Juso-Vorsitzende sagte dort verwunderliche Sätze wie

Wer den Kapitalismus überwinden will, ist bei den Jusos richtig

Wie bitte? Was stellt sich die junge, ungepflegt wirkende Dame denn bitte als Alternative zum Kapitalismus vor?

Vielleicht den Sozialismus, jene utopische, diktatorische, zerstörerische Gesellschaftsform, die in den letzten über 100 Jahren so viel Leid und Elend über die Menschheit gebracht hat? Das kann doch nicht deren Ernst sein. Oder doch? Dann geht es wohl auch immer noch nach Winston Churchill:

Wer mit zwanzig kein Sozialist ist, hat kein Herz – wer es mit vierzig immer noch ist, hat keinen Verstand

Sozialismus mit menschlichem Antlitz

Offensichtlich haben die Jusos aus dem roten und braunen Sozialismus mit Millionen Toter absolut nichts gelernt und möchte es nun mit einer „entschäften“ rot/grünen Variante probieren. Einen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“, das kennen wir.

Ist diese Jugend nicht in der Lage, einen Blick auf Nordkorea zu werfen und am lebenden Beispiel zu erkennen, wie destruktiv diese sogenannte „Alternative“ ist? Ist diese Jugend trotz Internet und allem frei verfügbarem Wissen immer noch nicht in der Lage, zwei und zwei zusammen zu zählen und wirkliche Alternativen zu diskutieren?

Gott steh uns bei!

Wirkliche Lösungen völlig unbekannt

Ein Trauerspiel. Viele Menschen, die das Schuldgeldsystem und seine auf Dauer zerstörerische Kraft verstanden haben, verzweifeln daran.

Statt eines der größten Übel und Grund für Not, Elend und Zerstörung der Umwelt zu erkennen und wenigstens zu diskutieren wärmen die sogenannten „Volksparteien“ samt ihrer Jugendorganisationen stetig den alten Brei von vor-vorgestern wieder auf. Sie scheinen Ideologisch völlig erstarrt und unfähig, ihren Horizont auch nur für fünf Cent zu erweitern.

Ich war nicht vor Ort, aber ich gehe jede Wette ein, dass das Wort „Geldsystem“ auf besagtem Kongress in Bremen nicht einmal gefallen ist. Zu solchen Gelegenheiten geht es wohl auch mehr darum, stramme Parteisoldaten auf den erbarmungslosen innerparteilichen Kampf um die begehrten Pöstchen vorzubereiten.

Das Schlimme an der heutigen Zeit ist wohl, dass bei aller Kritik an den Regierenden nicht einmal die Hoffnung auf Besserung besteht, da offenbar nichts Besseres nachkommt.

Oder, wie es vielleicht einmal in den Geschichtsbüchern stehen wird: „Es war schlimm und es kam nichts Besseres nach“. Armes Deutschland.

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