Ode an die Gewalt

Am Freitagabend bot sich mir ein seltenes Bild: eine Internetseite zeigte einen zweigeteilten Live-Stream zum G20-Gipfel; auf der linken Seite sah man gewalttätige Ausschreitungen mit brennenden Autos und steine-werfenden Randalierern.

Auf der anderen Seite standen Bilder aus der endlich fertiggestellten Elbphilharmonie, in der die Staatsführer und unsere geliebte Angela zeitgleich den Klängen von Beethovens 9. Symphonie lauschten. Unterlegt war der Stream dann mit eben jener unsterblichen Musik des deutschen Komponisten.

Freude trinken alle Wesen / An den Brüsten der Natur;
Alle Guten, alle Bösen / Folgen ihrer Rosenspur.
(aus „An die Freude“ von Friedrich Schiller)

Die Kombination von Bildern und Musik hatten eine seltsam beängstigende, ja surreal erscheinende Wirkung, sie glich einem „Hochamt der Destruktivität“, einer „orchestrierten Orgie der Zerstörung“ oder eben einer „Ode an die Gewalt“.

Ich stellte mir vor, der gute Ludwig van Beethoven hätte diese Übertragung sehen können, ihm wäre sicher der Mund vor Erstaunen offen gestanden.

Nicht das Gespräch und die Suche nach Lösungen war das Ereignis des Wochenendes, sondern Gewalt und Zerstörung

Insgesamt halte ich allerdings recht wenig von der linken Neanderthal-Gewaltorgie und möchte die Ereignisse nicht überbewerten. Diese Leute – der „schwarze Block“ – kann nichts anderes, sie verarbeiten so ihren Frust über ein unkreatives, unnützes Leben in selbst verschuldeter Armut.

Den gescheiterten Existenzen fehlt völlig der Verstand oder das Interesse daran, den Ursachen Ihrer Probleme auf den Grund zu gehen, sie sind zerfressen vom Neid auf den Erfolg anderer. Der gesamte Themenkomplex „Gedankenwelt der Linken“ ist kürzlich bereits in „Artikelempfehlung: Nach außen projizierte innere Unfreiheit“ angesprochen worden.

Mir tuen nur die kleinen Geschäftsleute und Privatpersonen leid, deren Scheiben eingeschlagen und Autos verbrannt wurden. Wie immer bleiben Sie auf den Kosten sitzen und wie immer sind sie es, die die Scherben zusammenfegen müssen. Und mir tuen die annähernd 500 verletzten Polizisten leid, die ihren Kopf für diese nutzlose Veranstaltung haben hinhalten müssen.

Was grenzt an Dummheit?
Dänemark, Polen, Tschechien, Österreich, die Schweiz, Frankreich, Belgien, Luxenburg und die Niederlande

Das Versagen der Politik („das konnte niemand voraussehen“) konnte man wie immer voraussehen, der Rot-Grüne Stadtsenat ist in einer schon 1000 x gescheiterten Ideologie gefangen und der amtierende Bürgermeister, ein glatt geschliffener mustergültiger Parteisoldat, hat schon früher gezeigt, wann er wirklich gut ist, nämlich dann, wenn es um die eigene Parteikarriere geht.

Unser Land hat sich wieder einmal vor aller Welt blamiert und demaskiert, allerdings ist das jetzt auch nicht mehr tragisch, denn noch viel schlechter kann unser Ruf ja ohnehin nur noch schwerlich werden. Die Bilder, die um die Welt gingen, passen für mich insgesamt zu Angelas neuem Deutschland, in dem Irrsinn, Wahn und Destruktivität herrschen. Ein Narrenschiff, wie es Reinhard Mey so schön besungen hat.

Der Niedergang und die bisher mehr innerliche Zerstörung des Deutschlands, das einmal Männer wie Beethoven hervorbrachte, wird jedenfalls sichtbarer.

#welcometohell

Das einzig Positive, dass man den Ereignissen entnehmen kann, ist vielleicht die Einsicht, dass der friedliebende Bürger sich in Krisenzeiten keinesfalls alleine auf Polizei und die Staatsorgane verlassen darf.

Da diese schon bei solch einem noch überschaubaren Gewaltexzess kurz davor stand, die Kontrolle zu verlieren, sollte jedem Menschen mit Verstand klar sein, dass bei wesentlich größeren Ereignissen – Zusammenbruch des Geldsystems, Zusammenbruch des Euro, großflächiger Stromausfall etc. – dann jeder sich selbst der Nächste sein wird.

Dann wird es für uns alle heißen: „Willkommen in der Hölle“.

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