Deutschlandhasser

Wir sind Köter

Was für ein Absturz, in nur 70 Jahren von der Herren- zur Köterrasse. Es geht um die beleidigende Aussage eines türkischen Elternrates, eine Anzeige wegen Volksverhetzung wurde kürzlich zurückgewiesen.

Laut Staatsanwalt sind Deutsche als Kollektiv „nicht beleidigungsfähig“- auf diese Idee muss man erstmal kommen. Das ist ein Persilschein, ab sofort darf jeder, so würde ich den Sachverhalt verstehen, die Deutschen auf jede erdenkliche Art und Weise öffentlich und ungestraft beleidigen, ohne dass diese sich beleidigt fühlen dürfen, da sie nicht beleidigt werden können.

Die Beleidungsunfähigen

Dummerweise fühle ich mich als Deutscher durch diese Aussage durchaus beleidigt – oh wee, vielleicht stimmt etwas mit mir nicht? Wie auch immer stelle ich mir die rein rhetorische Frage, ob man sich, seine Herkunft und Kultur noch irgendwie mehr verachten und in den Dreck treten kann. Weiterlesen

Erlebnisorientiert

Der Begriff „Neusprech“ beschreibt die Umkehrung von Wortbedeutungen in ihr Gegenteil, um unangenehme oder negative Dinge zu beschönigen. Man könnte auch „Euphemismus“ sagen, was Worte meint, die einen Sachverhalt abmildern oder verschleiern.

Ein schönes Beispiel dazu findet sich aktuell mit dem Titel „Polizei bereit für erlebnisorientiertes Publikum“ in der Einheitspresse. Es geht um den Hamburger Jungfernstieg und die dortigen Zustände seit ca. zwei Jahren. Denn der Jungfernstieg ist 2016 dank unserer geliebten Angela nicht mehr die Flaniermeile der Kaiserzeit, auf der sonntags Familien ihre unverheirateten Töchter spazieren führten. Heute treffen sich dort „erlebnisorientierte“ junge Männer aus aller Welt.

Gestern und heute

Das klingt ja auch super positiv und kosmopolit; lebenslustige junge Burschen wollen Spaß haben und etwas erleben. Da ist was los! Dumm nur, dass das Erlebnis des einen oft der Albtraum des anderen ist, siehe die Vorfälle zu Silvester in Köln.

Weisheit und Tugend scheint dem Schlechten schlecht; Schmutz liebt sich selber nur.
(William Shakespeare, König Lear, Vierter Aufzug)

Ich würde gerne noch einige Zeilen schreiben, was ich persönlich von diesen Zuständen halte, dann aber käme ich in Gefahr, in die Fänge des Wächterrats der ████████ █████████ Stiftung zu geraten. Also halte ich meine Klappe, Sie wissen sicher auch so, was ich sagen will. Weiterlesen

Schießbudenfigur abgeschossen

Haben Sie den sogenannten „Eurovision Song Contest“ gestern verfolgt? Ich schon. Man kann diese Veranstaltung aus vier Sichtweisen sehen: zum einen ist es eine harmlose Unterhaltungssendung. Dann ist der ESC eine inoffizielle Abstimmung über die Beliebtheit der Nationen, Zu- und Abneigungen werden regelmäßig deutlich.

Drittens stehen politische Fragen an, mit einer Stimme für oder gegen einen Teilnehmer möchte man auch für oder gegen eine politische Richtung stimmen. Zuguterletzt ist es aber auch eine Momentaufnahme des Zustands Europas und unseres Landes.

Auf den zweiten und letzten Punkt möchte ich mich konzentrieren.

Groteskes Fabelwesen für Deutschland

Da tritt Deutschland, das Land von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms, mit einer als Manga-Mädchen verkleideten Schülerin auf, die eine todlangweilige Ballade über einen wirren Zauberwald voller Geister trällert.

Das Ergebnis: die europäischen Zuschauer und auch die Juroren staunten und werden sich wieder einmal gefragt haben, was nur mit Deutschland los ist. Der hochgradig-peinliche Auftritt dieses grotesken Fabelwesens mit ihrem seichten Liedchen ist aber gleichzeitig auch ein perfektes Bild für den bedauerlichen Zustand, indem sich unser halbsozialistisches Phantasialand befindet. Weiterlesen