Hitler-Kult

Was die Einheitsmedien unter Geschichte verstehen

Gerade fiel mir auf der Startseite einer sogenannten „Online-Zeitung“ wieder einmal auf, was man in den Redaktionsstuben hierzulande unter Geschichte versteht und was der geneigte Leser dieser „Organe“ darunter bitteschön zu verstehen hat.

Die gleichnamige Rubrik bietet Platz für die Vorstellung von drei Artikeln, deren Überschriften lauten heute wiefolgt:

Zweiter Weltkrieg – Die Wehrmacht liebte Stalins Superkanone
Dominik Gross – „Ärzte dienten sich Nazis an“
Zeitzeugen – Die letzten Helden gegen Hitler

Also kein Artikel über die Bamberger Hexenprozesse, die Schlacht von Sedan oder die Bundschuh-Bewegung – gottbehüte, man kippt weiterhin haufenweise braunen Mist auf die Startseite.

Die Geschichte, speziell die deutsche, ist für diese Leute anscheinend nach wie vor zwölf Jahre, drei Monate und acht Tage lang. Ihre Zeitrechnung beginnt 1933 und endet 1945.

Spannende Geschichtsstunde im Ersten

Nachdem uns die GEZ-Sender jahrzehntelang mit Spielfilmen und Dokumentationen zu Themen wie „Die Fugger“, „Das Täuferreich von Münster“, „Der dreißigjährige Krieg“ oder „Der schlesischen Weberaufstand von 1844″ überflutet haben, wird nun endlich einmal das Schlaglicht auf eine andere geschichtliche Periode Deutschlands geworfen.

In dem neuen Spielfilm „Traum von Olympia“, der diese Tage im Fernsehen zu sehen ist, dreht sich alles um die sogenannte „Nazizeit“ zwischen 1933 und 1945 – ein Thema, welches die Sender bisher eher stiefmütterlich behandelten. Laut GEZ-Verantwortlicher soll nachfolgend auch das Leben eines gewissen „Adolf Hitler“ näher beleuchtet werden – ein Mann, über den wir sogut wie nichts wissen.

Viele Millionen Menschen werden, wie natürlich auch ich, gespannt mit Popcorn und Getränk vor dem Fernsehschirm sitzen und diese erhellende „Geschichtsstunde“ verfolgen. Laut Medienvertretern sollen sich Sender im In- und Ausland bereits jetzt um die Senderechte reißen; Hollywood ist ebenfalls interessiert, dort plant man gleich eine Reihe von Filmen zu diesem sensationell neuen und bisher völlig unbehandelten Thema.

„Traum von Olympia“, am 18. Juli um 21.45 Uhr im Ersten.

PS

Falls Sie es nicht gemerkt haben, das war Satire. Habe den Film tatsächlich gesehen, er war dröge inszeniert, moralinsauer und insgesamt sterbenslangweilig. Ein weiterer Film, den man freiwillig kein zweites Mal schaut.

Hat jemand vom GEZ-TV etwas anderes erwartet?

Schuldkult – die Erben

Das folgende Video zeigt eindrucksvoll, wie der seit langem hierzulande gepflegte Schuldkult sich in die Köpfe und Herzen der Deutschen festgesetzt hat. Selbst die Erben-Generation und deren Kinder glaubt nach einer jahrzehntelangen Gehirnwäsche, an den schrecklichen Verbrechen zwischen 1933 und 1945 persönlich schuldig zu sein:

Motiv für private Flüchtlingshilfe ist das Abtragen von Schuld aus dem Zweiten Weltkrieg

Bin immer noch fassungslos. Mir war natürlich schon bewusst, dass manche Deutsche so denken wie der Herr hier im Video, aber wenn man es selbst sieht und hört ist es dennoch erschütternd.

Wie schrecklich muss es für diese Menschen sein, sich tagtäglich selbst mit dieser eingeimpften Schuld zu quälen? Mit fallen dabei die „Flagellanten“ des Mittelalters ein, die eine öffentliche Selbstgeißelung betrieben, um Buße zu tun und sich selbst und die gesamte Menschheit von der Sünde zu reinigen. Weiterlesen

Die Albtraum-Fabrik

oder „Der Mörder ist immer der Gärtner und der Deutsche immer der Böse“

Seit dem ersten Weltkrieg, also praktisch seit Beginn der Hollywood-Ära, haben wir Deutschen das zweifelhafte Vergnügen, in vielen Filmen aus der sogenannten „Traumfabrik“ auf die Rolle des Bösen reduziert zu werden.

Es scheint dort ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, dass ein Deutscher keinesfalls ein Sympathieträger sein darf. Er muss stets herrisch, gerissen und moralisch verkommen sein, gerne aber auch dumm, feige und hinterhältig.

Immer gut sind natürlich Nazis, da klingeln die Kassen. Der deutsche Anti-Held geht skrupellos über Leichen und wird zum Filmende vom edlen Protagonisten, vornehmlich US-Amerikaner, seiner gerechten Strafe zugeführt.

Außer den Deutschen haben eine solche Rolle allenfalls noch die Russen zugeschrieben bekommen, aber mE nicht in dieser Intensität. Ein paar Beispiele, die ich für diesen Artikel gesammelt habe: Weiterlesen

Ein ganz normaler Tag…

Ein ganz normaler Tag in der Mainstream-Presse. Hier ausgewählte Artikel der Titelseite von Welt Online am 07. Oktober 2015:

TV-RECHERCHE
Hitler konnte fliehen – sollen FBI-Akten beweisen
http://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article147322420/Hitler-konnte-fliehen-sollen-FBI-Akten-beweisen.html

ER IST WIEDER DA
Wie Hitler im heutigen Berlin Karriere macht
http://www.welt.de/kultur/article147307087/Wie-Hitler-im-heutigen-Berlin-Karriere-macht.html

AUSCHWITZ-PROZESS
Was der 11. September mit KZ-Verbrechen zu tun hat
http://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article147264663/Was-der-11-September-mit-KZ-Verbrechen-zu-tun-hat.html

Weiter gehts bei Spiegel Online, ebenfalls alles Artikel, die am 07.Oktober 2015 auf der Startseite zu finden waren:

BBC-Doku über Nazi-Projekt Lebensborn
Die Kinder der „Herrenrasse“
http://www.spiegel.de/video/spiegel-tv-bbc-doku-nazi-verein-lebensborn-ss-video-99004712.html

Timothy Snyders „Black Earth“
Täglich droht ein Holocaust
http://www.spiegel.de/kultur/literatur/black-earth-von-timothy-snyder-und-taeglich-droht-ein-holocaust-a-1054503.html

Witzige Schülerantworten
Als Hitler die DDR schuf
http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/schuelerantworten-debakel-in-geschichte-und-politik-a-1056286.html

Bestseller-Verfilmung
„Er ist wieder da“: Witz mit Bart
http://www.spiegel.de/video/neu-im-kino-er-ist-wieder-da-video-1614654.html

Fotofund aus dem Zweiten Weltkrieg
Das Geheimnis des fliegenden Auges

http://www.spiegel.de/einestages/fotofund-aus-dem-zweiten-weltkrieg-a-948737.html

Ohne weiteren Kommentar.

Abschalten, da kommt nichts mehr!

Als wir im August 1989, noch kurz vor dem Fall der Mauer, als Bundeswehrsoldaten in Zivil die Deutsch-Deutsche Grenze besuchten, führte man uns naiven Jünglingen uA einen Film vor, in dem die „schrecklichen“ Zustände beschrieben wurden, unter denen junge Menschen in der NVA dienen mussten.

Ich kann mich noch gut an die Szene mit der „Rotlichtbestrahlung“ erinnern, ein spöttischer Begriff in der DDR für die allgegenwärtige Propaganda des Systems. Unwissend, wie wir waren, schmunzelten wir, sowas gab es bei uns nicht…

Auferstanden aus Ruinen

Inzwischen sind mehr als 26 Jahre vergangen, die Grenze, die NVA und die DDR gibt es nicht mehr. Etwas hat den Untergang allerdings überlebt, ist wie der berühmte „Phönix aus der Asche“ des real nicht mehr existierenden Sozialismus wieder auferstanden: die Rotlichtbestrahlung.

Heute übernehmen die Einheitsmedien die Aufgabe, dem Volk zu sagen, was es bitteschön glauben soll – natürlich viel professioneller, moderner, effektvoller. Leider ist aber auch die Manipulation nicht mehr so einfach erkennbar wie damals. Weiterlesen